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OID+: Balkanstaat modernisiert seine Verkehrsinfrastruktur

By Märkte Weltweit Medien – Redaktion on 03/11/2025

Montenegro investiert massiv in seine Straßen, Schienen und Häfen. Die EU übernimmt einen Teil der Kosten. Deutsche Anbieter von Baudienstleistungen haben dabei Chancen in Nischen, berichtet die Germany Trade and Invest (GTAI). Bis Anfang der 2030er Jahre sollen in Montenegro rund 9 Mrd Euro in Infrastrukturprojekte fließen.
Im Fokus steht dabei der Bau neuer Autobahnen und Schnellstraßen, wie zwischen der Hafenstadt Bar und Boljare. Weiterhin plant das Land an der Adria, die Schienenstrecke von Vrbnica nach Bar zu modernisieren und den Hafen Bar zu erweitern. Damit will Montenegro besser in das Transeuropäische Transportnetzwerk (TEN-T) eingebunden werden, seine Konnektivität in der Region steigern und die EU-Integration durch neue physische Verbindungen untermauern.
Montenegro sieht in seiner Fiskalstrategie bis 2027 Investitionen von 2 Mrd Euro in die genannten Projekte vor. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und die Europäische Investitionsbank (EIB) tragen einen Teil der Kosten. Die Mittel sind gekoppelt an die Einhaltung europäischer Nachhaltigkeitsstandards. Zudem stellt die EU technische Unterstützung bereit.
Montenegro will auch seine Schienenwege erneuern. Der Sanierungsdruck ist hoch – in den letzten 40 Jahren flossen Investitionen meist in Autobahnen. Ziel der Modernisierung bilden die EU-Standards bei Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Die Gesamtlänge des Schienennetzes in Montenegro beträgt rund 330 km. Davon sind rund zwei Drittel elektrifiziert.
Das wichtigste Projekt ist die abschnittsweise Modernisierung der Schienentrasse von Bar nach Vrbnica. Bis 2028 sollen zehn Stahlbrücken und 20 Tunnel für rund 40 Mio Euro instandgesetzt werden. Für die Sanierung des rund 40 km langen Streckenabschnitts von Golubovci nach Bar stehen weitere 220 Mio Euro bereit. Dabei ist die Erneuerung von vier Tunneln und elf Brücken sowie der Oberleitungen geplant. Weiterhin soll der rund 20 km lange Streckenabschnitt von Lutovo nach Bioce für rund 17 Mio Euro saniert werden. Die Projektdokumentation wird abschnittsweise erstellt. Die ersten Tender der EIB werden im 2. Quartal 2025 eröffnet.

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