ExportManager Online +
  • OstInsider
  • AsienInsider

OID+: Deutsche Leoni schließt Werk, streicht 1.900 Arbeitsplätze

By Märkte Weltweit Medien – Redaktion on 07/07/2025

Der deutsche Hersteller von Automobilkabelsystemen Leoni, der mehrheitlich im Besitz des chinesischen Unternehmens Luxshare ist, wird bis Ende des Jahres eines seiner vier Werke in Serbien schließen, und zwar in Malosiste im südöstlichen Doljevac. Dadurch gehen rund 1.900 Arbeitsplätze verloren, wie die serbische Niederlassung laut „SeeNews“ mitteilte.
Der Hauptgrund für diese Entscheidung ist, dass das Werk erhebliche Verluste verzeichnet und es für Leoni unrentabel ist, die dortige überwiegend manuelle Produktion fortzusetzen, teilte Leoni Wiring Systems Southeast (Leoni Srbija) in einer Pressemitteilung mit und fügte hinzu, dass die Situation durch den Abschwung in der europäischen Automobilindustrie weiter verschärft werde.
An anderen Standorten in Serbien – in Prokuplje, Nis und Kraljevo – sieht sich das Unternehmen ebenfalls mit steigenden Kosten konfrontiert, hieß es. „Dennoch arbeiten diese drei Fabriken weiterhin an ihren eigenen Projekten mit dem klaren Ziel, das Geschäft zu verbessern“, lautet die Erklärung.
Leoni eröffnete sein Werk in Malosiste im Jahr 2014 nach einer Investition von 21 Mio Euro. Das deutsche Unternehmen, das seit 2009 in Serbien tätig ist, beschäftigt laut Leoni Srbija rund 10.000 Mitarbeiter im Land und ist einer der größten industriellen Arbeitgeber Serbiens.
Die Tochtergesellschaft exportiert ihre gesamte Produktion und gehörte 2023 zu den fünf größten serbischen Exporteuren. Im Jahr 2024 erzielte Leoni Srbija einen Betriebsumsatz von 44,9 Mrd Dinar (383 Mio Euro) und einen Nettogewinn von 1,1 Mrd Dinar, verglichen mit einem Betriebsumsatz von 48,4 Mrd Dinar und einem Nettogewinn von 406,4 Mio Dinar im Vorjahr, wie aus dem Jahresabschluss hervorgeht.
In anderen Teilen der Region betreibt Leoni neun Fabriken in Rumänien. Im vergangenen Jahr schloss das Unternehmen sein einziges Werk in Bulgarien.

AutomobilindustrieAutomobilzuliefererBulgarienKabelsystemeLeoniRumänienSerbienWerksschließung
Posted in OstInsider Daily.
PreviousOID+: Rail Baltica erhält zusätzliche EU-Fördermittel
NextAsienInsider: Milliardenklage gegen Standard Chartered
  • Kontakt
  • Widerrufsbelehrung
  • AGB
  • Datenschutzerklärung
  • Impressum
  • OstInsider
  • AsienInsider