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OID+: Stagnation im Innovationsranking – andere Länder höher

By Märkte Weltweit Medien – Redaktion on 09/18/2025

Polen belegte in der diesjährigen Ausgabe des Globalen Innovationsrankings, das von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) veröffentlicht wurde, den 39. Platz. Darüber schreibt die Tageszeitung „Rzeczpospolita“. Damit konnte das Land sich gegenüber dem Vorjahr zwar minimal steigern, bleibt aber hinter anderen Staaten der Region.
„Der Bericht gibt einen Überblick über Innovationen weltweit und zeigt, dass die am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften diejenigen sind, die Innovationen als grundlegenden Motor für Widerstandsfähigkeit, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit betrachten”, betont Daren Tang, Generaldirektor der WIPO, in seinem Kommentar zur diesjährigen Ausgabe des Global Innovation Index 2025 (Global Innovation Index). Die WIPO hat darin die Innovationskraft von 140 Ländern bewertet und verglichen. Dabei wurden rund 80 Indikatoren berücksichtigt, darunter Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F & E), Risikokapitaltransaktionen (VC), Exporte von Spitzentechnologie sowie Anmeldungen von geistigem Eigentum.
In der diesjährigen Rangliste (die erneut von der Schweiz angeführt wird, gefolgt von Schweden, den USA, Südkorea und Singapur) ist Polen von Platz 40 auf Platz 39 weltweit und auf Platz 25 in Europa vorgerückt. Allerdings liegen fast alle Länder der Region weiter vorn: Estland belegt den höchsten Platz (16.), Tschechien liegt auf Rang 32, und auch Litauen, Slowenien, Ungarn und Bulgarien platzieren sich vor Polen.
Unter den zehn innovativsten Ländern der Welt sind derzeit sechs Europäische Vertreter zu finden. Neben der Schweiz und Schweden sind dies Großbritannien, Finnland, die Niederlande und Dänemark. In diesem Jahr fehlt Deutschland, das im Ranking von 2024 den 9. Platz belegte, in dieser Gruppe. Jetzt ist es auf Platz 11 gefallen – verdrängt von China, das zum ersten Mal unter den zehn innovativsten Volkswirtschaften der Welt vertreten ist (vor einem Jahr lag es noch auf Rang 11) und für jedes vierte Patentantrag weltweit im Jahr 2024 verantwortlich war.
Wie der WIPO-Chef feststellt, zeigt der diesjährige Bericht sowohl vielversprechende Fortschritte als auch Herausforderungen auf. Er erinnert auch daran, dass Innovationsökosysteme durch eine durchdachte Politik, erhebliche Investitionen und sektorübergreifende Zusammenarbeit unterstützt und gepflegt werden müssen. Mit den Investitionen gibt es ein Problem, denn der diesjährige Bericht, der unter dem bezeichnenden Titel „Innovation am Scheideweg” veröffentlicht wurde, zeigte einen deutlichen Rückgang der Investitionen in innovative Projekte. Die Unternehmensausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich im vergangenen Jahr auf 1,3 Bill Dollar, stiegen jedoch nominal nur um 3,2% und real um lediglich 1%.
Rückgänge sind auch in Polen zu beobachten, wo laut Statistiken des polnischen Patentamts im Jahr 2024 insgesamt 3453 Erfindungsanmeldungen registriert wurden, also deutlich weniger als im Vorjahr (3946). Daten der WIPO zeigen, dass Warschau die innovativste Stadt Polens ist – sie belegte Platz 89 in der dem Bericht beigefügten Rangliste der Top 100 Innovation Cluster. Dabei handelt es sich um Städte, in denen die meisten Erfindungen und wissenschaftlichen Arbeiten entstehen und die meisten Investitionen in Innovationen getätigt werden. Die Rangliste zeigt die dominante Position zweier Länder: China mit 24 Innovationsclustern und die USA mit 22 Clustern.

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