Eine armenische Initiative zur Entwicklung eines Zentrums für künstliche Intelligenz und Supercomputer im Wert von 500 Mio US-Dollar hat eine wichtige Hürde genommen, nachdem US-Regulierungsbehörden die Lieferung fortschrittlicher Nvidia-Chips genehmigt hatten. Das berichtet der Nachrichtendienst „Eurasianet“. Das Projekt wird von Firebird, einem im Juni gegründeten KI-Startup mit Niederlassungen in San Francisco und Jerewan, in Zusammenarbeit mit der armenischen Regierung entwickelt. Premierminister Nikol Paschinjan bekannt hatte sich persönlich bei US-Präsident Trump für eine Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens für die Chip-Lieferung eingesetzt. Er stellte die Angelegenheit als Teil des von Trump vermittelten und im August im Weißen Haus von Armenien und Aserbaidschan unterzeichneten vorläufigen Friedensabkommens dar. „Ich bin froh und dankbar, dass das Weiße Haus schnell und angemessen reagiert hat. Dadurch kann das Projekt nun mit Zuversicht voranschreiten“, sagte Paschinjan vor Journalisten. Das armenische KI-Zentrum wird mit Nvidia Blackwell GPUs ausgestattet, die laut Unternehmen „das nächste Kapitel der generativen KI mit beispielloser Leistung, Effizienz und Skalierbarkeit einläuten“. Kürzlich gab Michael Dell über soziale Medien bekannt, dass sein Unternehmen PowerEdge-Server liefern wird. Dell lobte das Projekt als Beitrag zur „Förderung verantwortungsvoller KI-Innovationen in beiden Ländern“. Paschinjan bezeichnete das Firebird-Projekt derweil als von „erheblicher strategischer Bedeutung“ für die wirtschaftliche Entwicklung Armeniens, da es das Land als KI- und IT-Führer im Kaukasus etablieren könne. Im Bereich der nationalen Sicherheit könnte das KI-Projekt Armenien potenziell helfen, die strategische Parität mit Aserbaidschan wiederzuerlangen, nachdem Baku Armenien im Zweiten Karabach-Krieg durch seine Überlegenheit im Einsatz von Kampfdrohnen eine entscheidende Niederlage zugefügt hatte. Laut einer Erklärung von Firebird zielt das Projekt darauf ab, „unternehmerische Visionen, erstklassige Infrastruktur und globale Zusammenarbeit zu vereinen, um neue Innovations- und Wachstumschancen zu eröffnen“. Die erste Phase des Projekts soll Mitte 2026 starten. Das 100-MW-Rechenzentrum wird jährlich so viel Strom verbrauchen wie eine Stadt mit rund 120.000 Einwohnern. Eine solche Anlage kann zudem über 500.000 Gallonen (fast 1.900 cbm) Wasser pro Tag zur Kühlung benötigen. Die Muttergesellschaft von Telecom Armenia und das irische Unternehmen Imagine Broadband sind am Aufbau der Infrastruktur für das Rechenzentrum beteiligt. Firebird verfügt über wenig Erfahrung. Die Afeyan-Stiftung für Armenien wird in der Unternehmensmitteilung als „Gründungsinvestor“ aufgeführt. Der „Hauptinvestor“ der Stiftung ist der Risikokapitalgeber Noubar Afeyan, der eine wichtige Rolle bei der Gründung des Biotechnologieunternehmens Moderna spielte. Martin Klingsporn
OID+: Genehmigung von Chiptransfer bringt KI-Projekt voran
Eine armenische Initiative zur Entwicklung eines Zentrums für künstliche Intelligenz und Supercomputer im Wert von 500 Mio US-Dollar hat eine wichtige Hürde genommen, nachdem US-Regulierungsbehörden die Lieferung fortschrittlicher Nvidia-Chips genehmigt hatten. Das berichtet der Nachrichtendienst „Eurasianet“.
Das Projekt wird von Firebird, einem im Juni gegründeten KI-Startup mit Niederlassungen in San Francisco und Jerewan, in Zusammenarbeit mit der armenischen Regierung entwickelt. Premierminister Nikol Paschinjan bekannt hatte sich persönlich bei US-Präsident Trump für eine Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens für die Chip-Lieferung eingesetzt. Er stellte die Angelegenheit als Teil des von Trump vermittelten und im August im Weißen Haus von Armenien und Aserbaidschan unterzeichneten vorläufigen Friedensabkommens dar. „Ich bin froh und dankbar, dass das Weiße Haus schnell und angemessen reagiert hat. Dadurch kann das Projekt nun mit Zuversicht voranschreiten“, sagte Paschinjan vor Journalisten. Das armenische KI-Zentrum wird mit Nvidia Blackwell GPUs ausgestattet, die laut Unternehmen „das nächste Kapitel der generativen KI mit beispielloser Leistung, Effizienz und Skalierbarkeit einläuten“. Kürzlich gab Michael Dell über soziale Medien bekannt, dass sein Unternehmen PowerEdge-Server liefern wird. Dell lobte das Projekt als Beitrag zur „Förderung verantwortungsvoller KI-Innovationen in beiden Ländern“. Paschinjan bezeichnete das Firebird-Projekt derweil als von „erheblicher strategischer Bedeutung“ für die wirtschaftliche Entwicklung Armeniens, da es das Land als KI- und IT-Führer im Kaukasus etablieren könne. Im Bereich der nationalen Sicherheit könnte das KI-Projekt Armenien potenziell helfen, die strategische Parität mit Aserbaidschan wiederzuerlangen, nachdem Baku Armenien im Zweiten Karabach-Krieg durch seine Überlegenheit im Einsatz von Kampfdrohnen eine entscheidende Niederlage zugefügt hatte. Laut einer Erklärung von Firebird zielt das Projekt darauf ab, „unternehmerische Visionen, erstklassige Infrastruktur und globale Zusammenarbeit zu vereinen, um neue Innovations- und Wachstumschancen zu eröffnen“.
Die erste Phase des Projekts soll Mitte 2026 starten. Das 100-MW-Rechenzentrum wird jährlich so viel Strom verbrauchen wie eine Stadt mit rund 120.000 Einwohnern. Eine solche Anlage kann zudem über 500.000 Gallonen (fast 1.900 cbm) Wasser pro Tag zur Kühlung benötigen. Die Muttergesellschaft von Telecom Armenia und das irische Unternehmen Imagine Broadband sind am Aufbau der Infrastruktur für das Rechenzentrum beteiligt. Firebird verfügt über wenig Erfahrung. Die Afeyan-Stiftung für Armenien wird in der Unternehmensmitteilung als „Gründungsinvestor“ aufgeführt. Der „Hauptinvestor“ der Stiftung ist der Risikokapitalgeber Noubar Afeyan, der eine wichtige Rolle bei der Gründung des Biotechnologieunternehmens Moderna spielte.
Martin Klingsporn