Die Europäische Union hat ihren Plan, der Ukraine einen massiven Kredit aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten zu gewähren, deutlich zurückgefahren. Damit reagiert sie auf Bedenken der belgischen Regierung und lässt zugleich ein Fenster für die Bestrebungen Washingtons offen, das Geld für ein Friedensabkommen zu nutzen, schreibt „Dow Jones“. Die EU schlägt nun vor, der Ukraine über die nächsten zwei Jahre rund 105 Mrd US-Dollar zu leihen. Zuvor war ein Kredit von bis zu 186 Mrd Dollar geplant gewesen. Durch die Reduzierung bleiben Reserven, deren Nutzung die Trump-Regierung als Teil eines möglichen Friedensplans ins Spiel gebracht hat. Nach Aussage von europäischen Regierungsvertretern trägt die Reduzierung der Summe dazu bei, Bedenken Belgiens zu zerstreuen, wo die meisten der Gelder verwahrt werden. Das Land sieht sich einem enormen finanziellen Risiko ausgesetzt, sollte die Verwendung der Vermögenswerte rechtlich erfolgreich von Russland angefochten werden. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat allerdings den Versuch angekündigt, in einem persönlichen Gespräch die belgische Seite zu einem stärkeren Einlenken zu bewegen. Einige EU-Vertreter äußerten vertraulich, der neue Plan gebe Europa auch einen Hebel in den laufenden Friedensbemühungen, bei denen sie sich weitgehend ins Abseits gedrängt sehen, da Vertreter der USA direkt mit Russland und der Ukraine verhandeln. Die sanktionierten Gelder können nicht ohne eine Zustimmung der EU an Russland zurückgegeben werden. „Mit den heutigen Vorschlägen stellen wir sicher, dass die Ukraine die Mittel hat, sich zu verteidigen und Friedensverhandlungen aus einer Position der Stärke voranzutreiben“, sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.
OID+: EU reduziert Plan für Kredite aus russischen Geldern
Die Europäische Union hat ihren Plan, der Ukraine einen massiven Kredit aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten zu gewähren, deutlich zurückgefahren. Damit reagiert sie auf Bedenken der belgischen Regierung und lässt zugleich ein Fenster für die Bestrebungen Washingtons offen, das Geld für ein Friedensabkommen zu nutzen, schreibt „Dow Jones“.
Die EU schlägt nun vor, der Ukraine über die nächsten zwei Jahre rund 105 Mrd US-Dollar zu leihen. Zuvor war ein Kredit von bis zu 186 Mrd Dollar geplant gewesen. Durch die Reduzierung bleiben Reserven, deren Nutzung die Trump-Regierung als Teil eines möglichen Friedensplans ins Spiel gebracht hat.
Nach Aussage von europäischen Regierungsvertretern trägt die Reduzierung der Summe dazu bei, Bedenken Belgiens zu zerstreuen, wo die meisten der Gelder verwahrt werden. Das Land sieht sich einem enormen finanziellen Risiko ausgesetzt, sollte die Verwendung der Vermögenswerte rechtlich erfolgreich von Russland angefochten werden. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat allerdings den Versuch angekündigt, in einem persönlichen Gespräch die belgische Seite zu einem stärkeren Einlenken zu bewegen.
Einige EU-Vertreter äußerten vertraulich, der neue Plan gebe Europa auch einen Hebel in den laufenden Friedensbemühungen, bei denen sie sich weitgehend ins Abseits gedrängt sehen, da Vertreter der USA direkt mit Russland und der Ukraine verhandeln. Die sanktionierten Gelder können nicht ohne eine Zustimmung der EU an Russland zurückgegeben werden. „Mit den heutigen Vorschlägen stellen wir sicher, dass die Ukraine die Mittel hat, sich zu verteidigen und Friedensverhandlungen aus einer Position der Stärke voranzutreiben“, sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.