BEIJING (NfA)–Viele neu erschienene Mobiltelefone in China kosten zwischen 100 und 300 Yuan (12 bis 36 Euro) mehr als ihre Vorgängermodelle. Grund dafür sind unerwartete Preiserhöhungen bei Speichermedien. Branchenkennern zufolge könnten noch größere Preisanstiege bevorstehen, wie „Yicai Global“ berichtet. Die meisten Smartphone-Hersteller halten keine großen Lagerbestände an Speichermedien vor und tragen daher gestiegene Kosten an die Konsumenten weiter, so das Marktforschungsunternehmen TrendForce. Die von NAND-Flash-Speicherherstellern produzierten Wafer werden an Drittanbieter von Speichermodulen verkauft, die daraus SSDs und eingebettete Speicherprodukte für Mobiltelefone, Computer, Server und andere intelligente Geräte fertigen. In letzter Zeit hatten diese Modulhersteller Schwierigkeiten, genügend Wafer zu beschaffen, was zu Engpässen führte.
Produktionskapazitäten ausgebucht „Unsere gesamte Produktionskapazität war bereits vor dem letzten Monat ausgebucht. Die Aufträge für die nächsten drei Jahre sind schon vergeben. Für das nächste Jahr sind keine Kapazitäten mehr frei“, erklärte ein Vertreter eines NAND-Flash-Speicherherstellers gegenüber „Yicai“ auf einer Branchenmesse. Auf dem Spotmarkt stieg der Preis für 1-Terabyte-NAND-Flash-Speicher (QLC) Ende November um 78% gegenüber Monatsbeginn auf 12,50 US-Dollar. Der Preis für 16-Gigabyte-DDR4G-SRAM 3200 (DDR4G Sync) kletterte laut Branchenangaben um 50% auf 30 US-Dollar. Der US-Technologiekonzern SanDisk erhöhte seine Preise im März und erneut im September. Im November wurde eine weitere Preiserhöhung von 50% angekündigt, und Samsung zog mit Preiserhöhungen von über 60% für einige Produkte nach.
KI-Nachfrage verteuert Ni Huangzhong, Vorsitzender des Speicherherstellers Shenzhen Shichuangyi Electronics, erklärte, dass Preiserhöhungen üblicherweise durch höhere Speicherkapazitäten von Mobiltelefonen oder außergewöhnliche Ereignisse bei den Herstellern, wie Stromausfälle und Brände, ausgelöst werden. Diesmal jedoch wird die Knappheit durch den globalen KI-Boom verursacht. Chinesische Hersteller von NAND-Flash-Speichern meinen gegenüber „Yicai“, es werde mindestens zwei Jahre dauern, bis neue Produktionskapazitäten in Betrieb gehen. In Südkorea planen Samsung und SK Hynix neue Werke. Die Bauarbeiten werden jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen sein, erklärte Wu Yating, stellvertretende Forschungsleiterin bei TrendForce. Anschließend wird es noch mindestens ein halbes Jahr dauern, bis die Produktion beginnen kann. Das bedeutet, dass die Produktionskapazität voraussichtlich erst Ende 2027 deutlich steigen wird.
AsienInsider: Unerwarteter Preisanstieg bei Speichermedien
BEIJING (NfA)–Viele neu erschienene Mobiltelefone in China kosten zwischen 100 und 300 Yuan (12 bis 36 Euro) mehr als ihre Vorgängermodelle. Grund dafür sind unerwartete Preiserhöhungen bei Speichermedien. Branchenkennern zufolge könnten noch größere Preisanstiege bevorstehen, wie „Yicai Global“ berichtet. Die meisten Smartphone-Hersteller halten keine großen Lagerbestände an Speichermedien vor und tragen daher gestiegene Kosten an die Konsumenten weiter, so das Marktforschungsunternehmen TrendForce.
Die von NAND-Flash-Speicherherstellern produzierten Wafer werden an Drittanbieter von Speichermodulen verkauft, die daraus SSDs und eingebettete Speicherprodukte für Mobiltelefone, Computer, Server und andere intelligente Geräte fertigen. In letzter Zeit hatten diese Modulhersteller Schwierigkeiten, genügend Wafer zu beschaffen, was zu Engpässen führte.
Produktionskapazitäten ausgebucht
„Unsere gesamte Produktionskapazität war bereits vor dem letzten Monat ausgebucht. Die Aufträge für die nächsten drei Jahre sind schon vergeben. Für das nächste Jahr sind keine Kapazitäten mehr frei“, erklärte ein Vertreter eines NAND-Flash-Speicherherstellers gegenüber „Yicai“ auf einer Branchenmesse.
Auf dem Spotmarkt stieg der Preis für 1-Terabyte-NAND-Flash-Speicher (QLC) Ende November um 78% gegenüber Monatsbeginn auf 12,50 US-Dollar. Der Preis für 16-Gigabyte-DDR4G-SRAM 3200 (DDR4G Sync) kletterte laut Branchenangaben um 50% auf 30 US-Dollar.
Der US-Technologiekonzern SanDisk erhöhte seine Preise im März und erneut im September. Im November wurde eine weitere Preiserhöhung von 50% angekündigt, und Samsung zog mit Preiserhöhungen von über 60% für einige Produkte nach.
KI-Nachfrage verteuert
Ni Huangzhong, Vorsitzender des Speicherherstellers Shenzhen Shichuangyi Electronics, erklärte, dass Preiserhöhungen üblicherweise durch höhere Speicherkapazitäten von Mobiltelefonen oder außergewöhnliche Ereignisse bei den Herstellern, wie Stromausfälle und Brände, ausgelöst werden. Diesmal jedoch wird die Knappheit durch den globalen KI-Boom verursacht.
Chinesische Hersteller von NAND-Flash-Speichern meinen gegenüber „Yicai“, es werde mindestens zwei Jahre dauern, bis neue Produktionskapazitäten in Betrieb gehen. In Südkorea planen Samsung und SK Hynix neue Werke. Die Bauarbeiten werden jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen sein, erklärte Wu Yating, stellvertretende Forschungsleiterin bei TrendForce. Anschließend wird es noch mindestens ein halbes Jahr dauern, bis die Produktion beginnen kann. Das bedeutet, dass die Produktionskapazität voraussichtlich erst Ende 2027 deutlich steigen wird.